Vererbung der Rückenfarben bei Gouldamadinen

Bei der Vererbung der Rückenfarben gehe ich an dieser Stelle auf die vorwiegend in Europa verbreiteten und gefestigten Farben ein. Auf neue und noch junge Mutationen gehe ich an anderer Stelle und für eine bessere Übersichtlichkeit separat ein.

Die Gouldamadine kommt in sechs gängigen Rückenfarben vor, deren Vererbungsregeln nachgewiesen wurden. Es handelt sich dabei um die bekannte wildfarbene Form, die eine grüne Farbe besitzt. Weitere Rückenfarben gibt es in gelb, blau und silber. Zu einer Besonderheit kommt es durch den Erbgang der gelben Mutation. Da gelbe Männchen zwei Faktoren für die Farbe Gelb besitzen (gelbe Weibchen nur einen Faktor), gibt es zusätzlich einfaktorige (gelbe) Männchen in der Grün- bzw. Blaureihe. Diese werden als „pastell-grün“ und als „pastell-blau“ bezeichnet. Wir sprechen daher von insgesamt sechs Rückenfarben bei den Männchen und von vier Rückenfarben bei den Weibchen.

Die Vererbung wird hier am Beispiel der rotköpfigen, lilabrüstigen Gouldamadine erläutert. Für die anderen Kopf- und Brustfarben verhält sich die Vererbung der Rückenfarbe analog.

 

1,0 Rotkopf

1,0 Wildfarbe

0,1 Rotkopf

0,1 Wildfarbe

 

 

 

 

 

 

1,0 Pastell

1,0 Pastell

 

 

 

 

 

 

1,0 Gelb

1,0 Gelb

0,1 Gelb

0,1 Gelb

 

 

 

 

 

 

1,0 Blau

1,0 Blau

0,1 Blau

0,1 Blau

 

 

 

 

 

 

1,0 Pastellblau

1,0 Pastellblau

 

 

 

 

 

 

1,0 Silber

1,0 Silber

0,1 Silber

0,1 Silber

 

 

 

 

 

 

Die wildfarbene (grüne) und gelbe Gouldamadine 

Die grüne (Wf) Rückenfarbe folgt dem geschlechtsgebundenen Erbgang. Sie ist unvollständig dominant gegenüber der gelben (G) Rückenfarbe, welche ebenfalls geschlechtsgebunden vererbt. Männchen (1,0) können ein- oder zweifaktorig in grüner Rückenfarbe sein, Weibchen (0,1) einfaktorig. Dies führt zu folgenden möglichen Genotypen:

X(Wf) X(Wf) – Zweifaktorig wildfarbene Männchen sind reinerbig in Bezug auf die grüne Rückenfarbe: 1,0 Wf

X(Wf) X(G) – Pastellfarbene Männchen besitzen einen wildfarbenen und einen gelben Faktor: 1,0 P

X(G) X(G) – Zweifaktorig gelbe Männchen sind reinerbig in Bezug auf die gelbe Rückenfarbe: 1,0 G

X(Wf) Y(-) – Weibchen sind stets einfaktorig wildfarben und können nicht spalterbig in gelb sein: 0,1 Wf

X(G) Y(-) – Weibchen sind stets einfaktorig gelb: 0,1 G

 

Die blaue und silberne Gouldamadine 

Blaue (B) Gouldamadinen vererben autosomal rezessiv und benötigen zwei blaue Faktoren, um die blaue Rückenfarbe zu zeigen. Sowohl die grüne als auch die gelbe Rückenfarbe sind dominant gegenüber der blauen Rückenfarbe.

Die Kombination des Blaufaktors mit der grünen Rückenfarbe lässt die blaue Gouldamadine entstehen. Die Kombination des Blaufaktors mit der gelben Rückenfarbe lässt die silberne (S) Gouldamadine entstehen. Dies führt zu folgenden möglichen Genotypen:

X(Wf) X(Wf) (B) (B) – Zweifaktorig wildfarbene Männchen mit zwei blauen Faktoren: 1,0 B

X(Wf) X(Wf) (-) (B) – Zweifaktorig wildfarbene Männchen mit einem blauen Faktor: 1,0 Wf/B

X(Wf) X(G) (B) (B) – Pastellfarbene Männchen mit zwei blauen Faktoren: 1,0 PB

X(Wf) X(G) (-) (B) – Pastellfarbene Männchen mit einem blauen Faktor: 1,0 P/B

X(G) X(G) (B) (B) – Zweifaktorig gelbe Männchen mit zwei blauen Faktoren: 1,0 S

X(G) X(G) (-) (B) – Zweifaktorig gelbe Männchen mit einem blauen Faktor: 1,0 G/B

X(Wf) Y(-) (B) (B) – Einfaktorig wildfarbenes Weibchen mit zwei blauen Faktoren: 0,1 B

X(Wf) Y(-) (-) (B) – Einfaktorig wildfarbenes Weibchen mit einem blauen Faktor: 0,1 Wf/B

X(G) Y(-) (B) (B) – Einfaktorig gelbes Weibchen mit zwei blauen Faktoren: 0,1 S

X(G) Y(-) (-) (B) – Einfaktorig gelbes Weibchen mit einem blauen Faktor: 0,1 G/B

 

Die Genotypen zur besseren Übersicht in Kurzform:

1,0 0,1
WF WF
WF/B WF/B
G G
G/B G/B
B B
P -
P/B -
PB -
S S

 

Aus den 9 Genotypen der Männchen und den 6 Genotypen der Weibchen ergeben sich 54 Verpaarungsmöglichkeiten bezogen auf die Rückenfarbe.

In der folgenden Aufstellung sind diese Verpaarungsmöglichkeiten im Detail dargestellt. Sie eignen sich natürlich auch sehr gut, um anhand der Zuchtresultate umgekehrt herauszufinden, welche Gene die Eltern in sich tragen, falls diese noch nicht bekannt sind. Somit kann man innerhalb recht kurzer Zeit Ordnung in seine Zuchtdaten bringen, zumindest bezogen auf die Rückenfarben.

Die Verpaarungen der hier aufgeführten Vererbung der Rückenfarbe muss man für einen vollständigen Überblick der Farbvererbung in Zusammenhang mit den Vererbungen der Kopf- und Brustfarbe sehen, welche ich bereits in vorherigen Berichten (Vererbung der KopffarbenVererbung der Brustfarben) hatte.

Aus den 54 Verpaarungsmöglichkeiten der Kopffarbe, den 21 Verpaarungsmöglichkeiten der Brustfarbe und den hier beschriebenen 54 Verpaarungsmöglichkeiten der Rückenfarbe ergeben sich insgesamt 61.236 Möglichkeiten der Verpaarung. Unter Berücksichtigung neuer und hier nicht aufgeführter Farben lässt sich diese Zahl noch vervielfachen. Doch bleiben wir zunächst bei den beschriebenen Rückenfarben.

 

Nr. Genotyp des 1,0 Genotyp des 0,1 Genotypen der Jungen
1 Wf Wf 50% 1,0 Wf
50% 0,1 Wf
2 Wf Wf/B 25% 1,0 Wf
25% 1,0 Wf/B
25% 0,1 Wf
25% 0,1 Wf/B
3 Wf G 50% 1,0 P
50% 0,1 Wf
4 Wf G/B 25% 1,0 P
25% 1,0 P/B
25% 0,1 Wf
25% 0,1 Wf/B
5 Wf B 50% 1,0 Wf/B
50% 0,1 Wf/B
6 Wf S 50% 1,0 P/B
50% 0,1 Wf/B
7 Wf/B Wf 25% 1,0 Wf
25% 1,0 Wf/B
25% 0,1 Wf
25% 0,1 Wf/B
8 Wf/B Wf/B 12,5% 1,0 Wf
25,0% 1,0 Wf/B
12,5% 1,0 B
12,5% 0,1 Wf
25,0% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 B
9 Wf/B G 25% 1,0 P
25% 1,0 P/B
25% 0,1 Wf
25% 0,1 Wf/B
10 Wf/B G/B 12,5% 1,0 P
25,0% 1,0 P/B
12,5% 1,0 BP
12,5% 0,1 Wf
25,0% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 B
11 Wf/B B 25% 1,0 Wf/B
25% 1,0 B
25% 0,1 Wf/B
25% 0,1 B
12 Wf/B S 25% 1,0 P/B
25% 1,0 BP
25% 0,1 Wf/B
25% 0,1 B
13 G Wf 50% 1,0 P
50% 0,1 G
14 G Wf/B 25% 1,0 P
25% 1,0 P/B
25% 0,1 G
25% 0,1 G/B
15 G G 50% 1,0 G
50% 0,1 G
16 G G/B 25% 1,0 G
25% 1,0 G/B
25% 0,1 G
25% 0,1 G/B
17 G B 50% 1,0 P/B
50% 0,1 G/B
18 G S 50% 1,0 G/B
50% 0,1 G/B
19 G/B Wf 25% 1,0 P
25% 1,0 P/B
25% 0,1 G
25% 0,1 G/B
20 G/B Wf/B 12,5% 1,0 P
25,0% 1,0 P/B
12,5% 1,0 BP
12,5% 0,1 G
25,0% 0,1 G/B
12,5% 0,1 S
21 G/B G 25% 1,0 G
25% 1,0 G/B
25% 0,1 G
25% 0,1 G/B
22 G/B G/B 12,5% 1,0 G
25,0% 1,0 G/B
12,5% 1,0 S
12,5% 0,1 G
25,0% 0,1 G/B
12,5% 0,1 S
23 G/B B 25% 1,0 P/B
25% 1,0 BP
25% 0,1 G/B
25% 0,1 S
24 G/B S 25% 1,0 G/B
25% 1,0 S
25% 0,1 G/B
25% 0,1 S
25 B Wf 50% 1,0 Wf/B
50% 0,1 Wf/B
26 B Wf/B 25% 1,0 Wf/B
25% 1,0 B
25% 0,1 Wf/B
25% 0,1 B
27 B G 50% 1,0 P/B
50% 0,1 Wf/B
28 B G/B 25% 1,0 P/B
25% 1,0 BP
25% 0,1 Wf/B
25% 0,1 B
29 B B 50% 1,0 B
50% 0,1 B
30 B S 50% 1,0 BP
50% 0,1 B
31 P Wf 25% 1,0 Wf
25% 1,0 P
25% 0,1 Wf
25% 0,1 G
32 P Wf/B 12,5% 1,0 Wf
12,5% 1,0 Wf/B
12,5% 1,0 P
12,5% 1,0 P/B
12,5% 0,1 Wf
12,5% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 G
12,5% 0,1 G/B
33 P G 25% 1,0 P
25% 1,0 G
25% 0,1 Wf
25% 0,1 G
34 P G/B 12,5% 1,0 P
12,5% 1,0 P/B
12,5% 1,0 G
12,5% 1,0 G/B
12,5% 0,1 Wf
12,5% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 G
12,5% 0,1 G/B
35 P B 25% 1,0 Wf/B
25% 1,0 P/B
25% 0,1 Wf/B
25% 0,1 G/B
36 P S 25% 1,0 P/B
25% 1,0 G/B
25% 0,1 Wf/B
25% 0,1 G/B
37 P/B Wf 12,5% 1,0 Wf
12,5% 1,0 Wf/B
12,5% 1,0 P
12,5% 1,0 P/B
12,5% 0,1 Wf
12,5% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 G
12,5% 0,1 G/B
38 P/B Wf/B 6,25% 1,0 Wf
12,5% 1,0 Wf/B
6,25% 1,0 B
6,25% 1,0 P
12,5% 1,0 P/B
6,25% 1,0 PB
6,25% 0,1 Wf
12,5% 0,1 Wf/B
6,25% 0,1 B
6,25% 0,1 G
12,5% 0,1 G/B
6,25% 0,1 S
39 P/B G 12,5% 1,0 P
12,5% 1,0 P/B
12,5% 1,0 G
12,5% 1,0 G/B
12,5% 0,1 Wf
12,5% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 G
12,5% 0,1 G/B
40 P/B G/B 6,25% 1,0 P
12,5% 1,0 P/B
6,25% 1,0 BP
6,25% 1,0 G
12,5% 1,0 G/B
6,25% 1,0 S
6,25% 0,1 Wf
12,5% 0,1 Wf/B
6,25% 0,1 B
6,25% 0,1 G
12,5% 0,1 G/B
6,25% 0,1 S
41 P/B B 12,5% 1,0 Wf/B
12,5% 1,0 B
12,5% 1,0 P/B
12,5% 1,0 BP
12,5% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 B
12,5% 0,1 G/B
12,5% 0,1 S
42 P/B S 12,5% 1,0 P/B
12,5% 1,0 BP
12,5% 1,0 G/B
12,5% 1,0 S
12,5% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 B
12,5% 0,1 G/B
12,5% 0,1 S
43 BP Wf 25% 1,0 Wf/B
25% 1,0 P/B
25% 0,1 Wf/B
25% 0,1 G/B
44 BP Wf/B 12,5% 1,0 Wf/B
12,5% 1,0 B
12,5% 1,0 P/B
12,5% 1,0 BP
12,5% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 B
12,5% 0,1 G/B
12,5% 0,1 S
45 BP G 25% 1,0 P/B
25% 1,0 G/B
25% 0,1 Wf/B
25% 0,1 G/B
46 BP G/B 12,5% 1,0 P/B
12,5% 1,0 BP
12,5% 1,0 G/B
12,5% 1,0 S
12,5% 0,1 Wf/B
12,5% 0,1 B
12,5% 0,1 G/B
12,5% 0,1 S
47 BP B 25% 1,0 B
25% 1,0 BP
25% 0,1 B
25% 0,1 S
48 BP S 25% 1,0 BP
25% 1,0 S
25% 0,1 B
25% 0,1 S
49 S Wf 50% 1,0 P/B
50% 0,1 G/B
50 S Wf/B 25% 1,0 P/B
25% 1,0 BP
25% 0,1 G/B
25% 0,1 S
51 S G 50% 1,0 G/B
50% 0,1 G/B
52 S G/B 25% 1,0 G/B
25% 1,0 S
25% 0,1 G/B
25% 0,1 S
53 S B 50% 1,0 BP
50% 0,1 S
54 S S 50% 1,0 S
50% 0,1 S
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Vererbung der Brustfarben bei Gouldamadinen

Die Gouldamadine kommt in drei Brustfarben vor, deren Vererbungsregeln nachgewiesen wurden. Es handelt sich dabei um die violett- oder lilabrüstige Form wie wir sie vom Wildtyp her kennen, sowie um die rosabrüstige und weißbrüstige Form.

Das Gen, welches die Brustfarbe bestimmt, ist unabhängig vom Geschlecht der Vögel. Es verhält sich bei Männchen und Weibchen gleichermaßen, was die Sache hinsichtlich der Vererbung vereinfacht. Die Darstellung zeigt die rotköpfige Gouldamadine. In den anderen Kopffarben verhält sich die Vererbung der Brustfarbe gleich.

Die lilabrüstige Gouldamadine

Lilabrust (Lb) vererbt autosomal dominant. Gouldamadinen können ein- oder zweifaktorig in Lilabrust sein.

1,0 Rotkopf

1,0 Lilabrust

0,1 Rotkopf

0,1 Lilabrust

 

 

 

 

 

 

Die rosabrüstige Gouldamadine

Rosabrust (Rb) vererbt autosomal, und zwar rezessiv gegenüber Lilabrust und dominant gegenüber Weißbrust. Gouldamadinen können ein- und zweifaktorig in Rosabrust sein.

1,0 Rosabrust

1,0 Rosabrust

0,1 Rosabrust

0,1 Rosabrust

 

 

 

 

 

 

Die weißbrüstige Gouldamadine

Weißbrust (Wb) vererbt autosomal rezessiv gegenüber Lila- und Weißbrust. Gouldamadinen können ein- und zweifaktorig in Weißbrust sein.

1,0 Weißbrust

1,0 Weißbrust

0,1 Weißbrust

0,1 Weißbrust

 

 

 

 

 

 

Daraus ergeben sich folgende 6 Genotypen jeweils bei Männchen und Weibchen bezogen auf die Brustfarbe:

Lb Lb – Lilabrust reinerbig: Lb
Lb Rb – Lilabrust spalterbig in Rosabrust: Lb/Rb
Lb Wb – Lilabrust spalterbig in Weißbrust: Lb/Wb
Rb Rb – Rosabrust reinerbig: Rb
Rb Wb – Rosabrust spalterbig in Weißbrust: Rb/Wb
Wb Wb – Weißbrust reinerbig: Wb

Aufgrund des vorhandenen Farbspektrums, welches in jeder einzelnen Brustfarbe existiert, ist eine Zuordnung nicht in jedem Fall einfach und benötigt daher eine gewisse Erfahrung.

Kombinationen bei der Vererbung von Brustfarben

Mit diesen 6 Genotypen sind insgesamt 21 verschiedene Verpaarungskombinationen möglich bezogen auf die Brustfarbe.

In der folgenden Aufstellung sind diese Verpaarungsmöglichkeiten im Detail dargestellt.

Nr. Genotyp 1 Genotyp 2 Genotypen der Nachzucht
1 Lb Lb 100% Lb
2 Lb Lb/Rb 50% Lb
50% Lb/Rb
3 Lb Lb/Wb 50% Lb
50% Lb/Wb
4 Lb Rb 100% Lb/Rb
5 Lb Rb/Wb 50% Lb/Rb
50% Lb/Wb
6 Lb Wb 100% Lb/Wb
7 Lb/Rb Lb/Rb 25% Lb
50% Lb/Rb
25% Rb
8 Lb/Rb Lb/Wb 25% Lb
25% Lb/Rb
25% Lb/Wb
25% Rb/Wb
9 Lb/Rb Rb 50% Lb/Rb
50% Rb
10 Lb/Rb Rb/Wb 25% Lb/Rb
25% Lb/Wb
25% Rb
25% Rb/Wb
11 Lb/Rb Wb 50% Lb/Wb
50% Rb/Wb
12 Lb/Wb Lb/Wb 25% Lb
50% Lb/Wb
25% Wb
13 Lb/Wb Rb 50% Lb/Rb
50% Rb/Wb
14 Lb/Wb Rb/Wb 25% Lb/Rb
25% Lb/Wb
25% Rb/Wb
25% Wb
15 Lb/Wb Wb 50% Lb/Wb
50% Wb
16 Rb Rb 100% Rb
17 Rb Rb/Wb 50% Rb
50% Rb/Wb
18 Rb Wb 100% Rb/Wb
19 Rb/Wb Rb/Wb 25% Rb
50% Rb/Wb
25% Wb
20 Rb/Wb Wb 50% Rb/Wb
50% Wb
21 Wb Wb 100% Wb
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Vererbung der Kopffarben bei Gouldamadinen

Es erreichen mich in letzter Zeit wieder vermehrt Anfragen zur Vererbung der Kopffarben bei Gouldamadinen. Ich möchte dies zum Anlass nehmen und die Genetik in Bezug auf die Kopffarben anhand der möglichen Verpaarungen detailliert vorstellen.

Die Gouldamadine kommt in den drei Kopffarben rot, schwarz und gelb vor. Eine Besonderheit gibt es bei der schwarzköpfigen Gouldamadine. Diese kommt in zwei Varianten, mit roter und gelber Schnabelfarbe, vor.

 

Die rotköpfige Gouldamadine

1,0 Rotkopf

1,0 Rotkopf

0,1 Rotkopf

0,1 Rotkopf

 

 

 

 

 

 

Rotköpfige (Rk) Gouldamadinen vererben geschlechtsgebunden dominant.
Männchen (1,0) können ein- oder zweifaktorig in Rotkopf sein, Weibchen (0,1) einfaktorig.

X(Rk) X(Sk) – Einfaktorig rotköpfige Männchen sind spalterbig in Schwarzkopf, äußerlich Rotkopf spalterbig in Schwarzkopf: 1,0 Rk/Sk

X(Rk) X(Rk) – Zweifaktorig rotköpfige Männchen sind reinerbig in Bezug auf Rotkopf, äußerlich Rotkopf: 1,0 Rk

X(Rk) Y(-) – Weibchen sind stets einfaktorig rotköpfig und können nicht spalterbig in Schwarzkopf sein, äußerlich Rotkopf: 0,1 Rk

 

Die schwarzköpfige Gouldamadine

1,0 Schwarzkopf

1,0 Schwarzkopf

0,1 Schwarzkopf

0,1 Schwarzkopf

 

 

 

 

 

 

Schwarzköpfige (Sk) Gouldamadinen vererben geschlechtsgebunden rezessiv.
Männchen können ein- oder zweifaktorig in Schwarzkopf sein, Weibchen einfaktorig.

X(Rk) X(Sk) – Einfaktorig schwarzköpfige Männchen sind Rotköpfige spalterbig in Schwarzkopf (s.o.).

X(Sk) X(Sk) – Zweifaktorig schwarzköpfige Männchen sind reinerbig in Bezug auf Schwarzkopf, äußerlich Schwarzkopf: 1,0 Sk

X(Sk) Y(-) – Weibchen sind stets einfaktorig schwarzköpfig und können nicht spalterbig in Rotkopf sein, äußerlich Schwarzkopf: 0,1 Sk

 

Die gelbköpfige Gouldamadine und schwarzköpfige,

gelbschnäbelige Gouldamadine

1,0 Gelbkopf

1,0 Gelbkopf

0,1 Gelbkopf

0,1 Gelbkopf

0,1 Schwarzkopf (gelbschnäbelig)

0,1 Schwarzkopf (gelbschnäbelig)

 

 

 

 

1,0 Schwarzkopf (geschnäbelig)

1,0 Schwarzkopf (geschnäbelig)

 

 

 

 

 

 

 

Gelbköpfige (Gk) Gouldamadinen vererben autosomal rezessiv und benötigen mindestens einen rotköpfigen Faktor, um die gelbe Kopffarbe zu zeigen.

X(Rk-Gk) X(Sk) – Männchen einfaktorig rotköpfig gekoppelt mit einfaktorig gelbköpfig, äußerlich Gelbkopf spalterbig in Schwarzkopf: 1,0 Gk/Sk 

X(Rk) X(Sk-Gk) – Männchen einfaktorig schwarzköpfig gekoppelt mit einfaktorig gelbköpfig, äußerlich Rotkopf spalterbig in Schwarzkopf und Gelbkopf: 1,0 Rk/SkGk 

X(Rk) X(Rk-Gk) – Männchen zweifaktorig rotköpfig gekoppelt mit einfaktorig gelbköpfig, äußerlich Rotkopf spalterbig Gelbkopf: 1,0 Rk/Gk

X(Rk-Gk) X(Rk-Gk) – Männchen zweifaktorig rotköpfig gekoppelt mit zweifaktorig gelbköpfig, reinerbiges Männchen in Gelbkopf: 1,0 Gk

X(Rk-Gk) Y(-) – Weibchen einfaktorig rotköpfig gekoppelt mit einfaktorig gelbköpfig, äußerlich Gelbkopf: 0,1 Gk

X(Rk) Y(- Gk) – Weibchen einfaktorig rotköpfig nicht gekoppelt mit einfaktorig gelbköpfig, äußerlich Rotkopf spalterbig in Gelbkopf: 0,1 Rk/Gk

X(Sk-Gk) X(Sk) – Männchen zweifaktorig schwarzköpfig gekoppelt mit einfaktorig gelbköpfig, äußerlich Schwarzkopf spalterbig in Gelbkopf: 1,0 Sk/Gk 

X(Sk-Gk) X(Sk-Gk) – Männchen zweifaktorig schwarzköpfig gekoppelt mit zweifaktorig gelbköpfig, äußerlich Schwarzkopf mit gelber Schnabelspitze: 1,0 SGk

X(Sk-Gk) Y(-) – Weibchen einfaktorig schwarzköpfig gekoppelt mit einfaktorig gelbköpfig, äußerlich Schwarzkopf mit gelber Schnabelspitze: 0,1 SGk

X(Sk) Y(- Gk) – Weibchen einfaktorig schwarzköpfig nicht gekoppelt mit einfaktorig gelbköpfig, äußerlich Schwarzkopf spalterbig in Gelbkopf: 0,1 Sk/Gk 

 

Kombinationen bei der Vererbung von Kopffarben

Aus den 9 Genotypen der Männchen und den 6 Genotypen der Weibchen ergeben sich 54 Verpaarungsmöglichkeiten bezogen auf die Kopffarbe.

In der folgenden Aufstellung sind diese Verpaarungsmöglichkeiten im Detail dargestellt. Sie eignen sich natürlich auch sehr gut, um anhand der Zuchtresultate umgekehrt herauszufinden, welche Gene die Eltern in sich tragen, falls diese noch nicht bekannt sind. Somit kann man innerhalb recht kurzer Zeit Ordnung in seine Zuchtdaten bringen, zumindest bezogen auf die Kopffarben.

 
Nr. Genotyp des 1,0 Genotyp des 0,1 Genotypen der Nachzucht
1 Rk Rk 50% 1,0 Rk
50% 0,1 Rk
2 Rk Sk 50% 1,0 Rk/Sk
50% 0,1 Rk
3 Rk Gk 50% 1,0 Rk/Gk
50% 0,1 Rk/Gk
4 Rk Rk/Gk 25% 1,0 Rk
25% 1,0 Rk/Gk
25% 0,1 Rk
25% 0,1 Rk/Gk
5 Rk Sk/Gk 25% 1,0 Rk/Sk
25% 1,0 Rk/SkGk
25% 0,1 Rk
25% 0,1 Rk/Gk
6 Rk SGk 50% 1,0 Rk/SkGk
50% 0,1 Rk/Gk
7 Rk/Sk Rk 25% 1,0 Rk
25% 1,0 Rk/Sk
25% 0,1 Rk
25% 0,1 Sk
8 Rk/Sk Sk 25% 1,0 Rk/Sk
25% 1,0 Sk
25% 0,1 Rk
25% 0,1 Sk
9 Rk/Sk Gk 25% 1,0 Rk/Gk
25% 1,0 Rk/SkGk
25% 0,1 Rk/Gk
25% 0,1 Sk/Gk
10 Rk/Sk Rk/Gk 12,5% 1,0 Rk
12,5% 1,0 Rk/Gk
12,5% 1,0 Rk/Sk
12,5% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 0,1 Rk
12,5% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Sk
12,5% 0,1 Sk/Gk
11 Rk/Sk Sk/Gk 12,5% 1,0 Rk/Sk
12,5% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 1,0 Sk
12,5% 1,0 Sk/Gk
12,5% 0,1 Rk
12,5% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Sk
12,5% 0,1 Sk/Gk
12 Rk/Sk SGk 25% 1,0 Rk/SkGk
25% 1,0 Sk/Gk
25% 0,1 Rk/Gk
25% 0,1 Sk/Gk
13 Rk/Gk Rk 25% 1,0 Rk
25% 1,0 Rk/Gk
25% 0,1 Rk
25% 0,1 Rk/Gk
14 Rk/Gk Sk 25% 1,0 Rk/Sk
25% 1,0 Rk/SkGk
25% 0,1 Rk
25% 0,1 Rk/Gk
15 Rk/Gk Gk 25% 1,0 Rk/Gk
25% 1,0 Gk
25% 0,1 Rk/Gk
25% 0,1 Gk
16 Rk/Gk Rk/Gk 12,5% 1,0 Rk
25,0% 1,0 Rk/Gk
12,5% 1,0 Gk
12,5% 0,1 Rk
25,0% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Gk
17 Rk/Gk Sk/Gk 12,5% 1,0 Rk/Sk
25,0% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 1,0 Gk/Sk
12,5% 0,1 Rk
25,0% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Gk
18 Rk/Gk SGk 25% 1,0 Rk/SkGk
25% 1,0 Gk/Sk
25% 0,1 Rk/Gk
25% 0,1 Gk
19 Rk/SkGk Rk 12,5% 1,0 Rk
12,5% 1,0 Rk/Sk
12,5% 1,0 Rk/Gk
12,5% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 0,1 Rk
12,5% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Sk
12,5% 0,1 Sk/Gk
20 Rk/SkGk Sk 12,5% 1,0 Rk/Sk
12,5% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 1,0 Sk
12,5% 1,0 Sk/Gk
12,5% 0,1 Rk
12,5% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Sk
12,5% 0,1 Sk/Gk
21 Rk/SkGk Gk 12,5% 1,0 Rk/Gk
12,5% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 1,0 Gk
12,5% 1,0 Gk/Sk
12,5% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Gk
12,5% 0,1 Sk/Gk
12,5% 0,1 SGk
22 Rk/SkGk Rk/Gk 6,25% 1,0 Rk
12,5% 1,0 Rk/Gk
6,25% 1,0 Rk/Sk
12,5% 1,0 Rk/SkGk
6,25% 1,0 Gk
6,25% 1,0 Gk/Sk
6,25% 0,1 Rk
12,5% 0,1 Rk/Gk
6,25% 0,1 Gk
6,25% 0,1 Sk
12,5% 0,1 Sk/Gk
6,25% 0,1 SGk
23 Rk/SkGk Sk/Gk 6,25% 1,0 Rk/Sk
12,5% 1,0 Rk/SkGk
6,25% 1,0 Gk/Sk
6,25% 1,0 Sk
12,5% 1,0 Sk/Gk
6,25% 1,0 SGk
6,25% 0,1 Rk
12,5% 0,1 Rk/Gk
6,25% 0,1 Gk
6,25% 0,1 Sk
12,5% 0,1 Sk/Gk
6,25% 0,1 SGk
24 Rk/SkGk SGk 12,5% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 1,0 Gk/Sk
12,5% 1,0 Sk/Gk
12,5% 1,0 SGk
12,5% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Gk
12,5% 0,1 Sk/Gk
12,5% 0,1 SGk
25 Sk Rk 50% 1,0 Rk/Sk
50% 0,1 Sk
26 Sk Sk 50% 1,0 Sk
50% 0,1 Sk
27 Sk Gk 50% 1,0 Rk/SkGk
50% 0,1 Sk/Gk
28 Sk Rk/Gk 25% 1,0 Rk/Sk
25% 1,0 Rk/SkGk
25% 0,1 Sk
25% 0,1 Sk/Gk
29 Sk Sk/Gk 25% 1,0 Sk
25% 1,0 Sk/Gk
25% 0,1 Sk
25% 0,1 Sk/Gk
30 Sk SGk 50% 1,0 Sk/Gk
50% 0,1 Sk/Gk
31 Sk/Gk Rk 25% 1,0 Rk/Sk
25% 1,0 Rk/SkGk
25% 0,1 Sk
25% 0,1 Sk/Gk
32 Sk/Gk Sk 25% 1,0 Sk
25% 1,0 Sk/Gk
25% 0,1 Sk
25% 0,1 Sk/Gk
33 Sk/Gk Gk 25% 1,0 Rk/SkGk
25% 1,0 Gk/Sk
25% 0,1 Sk/Gk
25% 0,1 SGk
34 Sk/Gk Rk/Gk 12,5% 1,0 Rk/Sk
25,0% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 1,0 Gk/Sk
12,5% 0,1 Sk
25,0% 0,1 Sk/Gk
12,5% 0,1 SGk
35 Sk/Gk Sk/Gk 12,5% 1,0 Sk
25,0% 1,0 Sk/Gk
12,5% 1,0 SGk
12,5% 0,1 Sk
25,0% 0,1 Sk/Gk
12,5% 0,1 SGk
36 Sk/Gk SGk 25% 1,0 Sk/Gk
25% 1,0 SGk
25% 0,1 Sk/Gk
25% 0,1 SGk
37 SGk Rk 50% 1,0 Rk/SkGk
50% 0,1 Sk/Gk
38 SGk Sk 50% 1,0 Sk/Gk
50% 0,1 Sk/Gk
39 SGk Gk 50% 1,0 Gk/Sk
50% 0,1 SGk
40 SGk Rk/Gk 25% 1,0 Rk/SkGk
25% 1,0 Gk/Sk
25% 0,1 Sk/Gk
25% 0,1 SGk
41 SGk Sk/Gk 25% 1,0 Sk/Gk
25% 1,0 SGk
25% 0,1 Sk/Gk
25% 0,1 SGk
42 SGk SGk 50% 1,0 SGk
50% 0,1 SGk
43 Gk Rk 50% 1,0 Rk/Gk
50% 0,1 Rk/Gk
44 Gk Sk 50% 1,0 Rk/SkGk
50% 0,1 Rk/Gk
45 Gk Gk 50% 1,0 Gk
50% 0,1 Gk
46 Gk Rk/Gk 25% 1,0 Rk/Gk
25% 1,0 Gk
25% 0,1 Rk/Gk
25% 0,1 Gk
47 Gk Sk/Gk 25% 1,0 Rk/SkGk
25% 1,0 Gk/Sk
25% 0,1 Rk/Gk
25% 0,1 Gk
48 Gk SGk 50% 1,0 Gk/Sk
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49 Gk/Sk Rk 25% 1,0 Rk/Gk
25% 1,0 Rk/SkGk
25% 0,1 Rk/Gk
25% 0,1 Sk/Gk
50 Gk/Sk Sk 25% 1,0 Rk/SkGk
25% 1,0 Sk/Gk
25% 0,1 Rk/Gk
25% 0,1 Sk/Gk
51 Gk/Sk Gk 25% 1,0 Gk
25% 1,0 Gk/Sk
25% 0,1 Gk
25% 0,1 SGk
52 Gk/Sk Rk/Gk 12,5% 1,0 Rk/Gk
12,5% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 1,0 Gk
12,5% 1,0 Gk/Sk
12,5% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Gk
12,5% 0,1 Sk/Gk
12,5% 0,1 SGk
53 Gk/Sk Sk/Gk 12,5% 1,0 Rk/SkGk
12,5% 1,0 Gk/Sk
12,5% 1,0 Sk/Gk
12,5% 1,0 SGk
12,5% 0,1 Rk/Gk
12,5% 0,1 Gk
12,5% 0,1 Sk/Gk
12,5% 0,1 SGk
54 Gk/Sk SGk 25% 1,0 Gk/Sk
25% 1,0 SGk
25% 0,1 Gk
25% 0,1 SGk
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Jungvögel 2014 – neue Fotos

Gelbköpfige GouldamadineDie ersten jungen Gouldamadinen haben die Mauser in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen und das Jugendgefieder abgelegt. Wirklich schöne Exemplare sind darunter und lassen die Spannung im Hinblick auf den noch nicht fertig gemauserten restlichen Jahrgang steigen.

Zwei unserer noch sehr jungen wildfarbigen Männchen in Gelbkopf nahmen unlängst am Gouldamadinen-Europa-Championat in Karlsruhe teil und belegten in der mit 25 Vögeln gut belegten Schauklasse der jungen gelbköpfigen Männchen die Plätze 1 und 2. Im Anschluss setzte sich der Erstplatzierte auch gegen die Schauklasse der ein- und mehrjährigen Männchen durch und wurde Gruppensieger.

Der Neuaufbau des blauen Zuchtstammes schreitet ebenfalls gut voran.Gouldamadine Blau

Hierbei zeigen die ersten Blauen langsam die Qualitäten unserer eingekreuzten wildfarbigen Gouldamadinen.

Einige neue Bilder der Jungvögel von 2014 finden Sie unter dem Menuepunkt Fotos.

Lutino Gouldamadinen ausgeflogen

Auch bei unseren Lutino Gouldamadinen hat es mit der Nachzucht in 2014 bereits geklappt. Unser zuverlässiges Männchen links im Bild hat wieder vorbildlich seine Jungen gefüttert und aufgezogen.

Die Lutinos haben wir jetzt schon im vierten Jahr in unserem Bestand und kommen dem eigenen Lutino-Zuchtstamm wieder ein Stück näher.

Auf den folgenden Fotos sieht man die Jungvögel in verschiedenen Entwicklungsstufen bis zum Verlassen des Nestes.

Lutino-Gouldamadinen (zumindest die von uns gehaltene Form) vererben geschlechtsgebunden rezessiv. Diese Art der Vererbung findet auf den Geschlechtschromosomen statt. Das Chromosomenpaar des Männchens besteht aus zwei gleichen Chromosomen: Den beiden X-Chromosomen. Das Chromosomenpaar des Weibchens besteht aus zwei ungleichen Chromosomen: Dem X- und dem Y-Chromosom. Ist nun beim Männchen nur ein Allel der benachbarten Gene eines Chromosomenpaares mit Lutino belegt, ist eine farbliche Veränderung nicht zu erkennen. Es handelt sich dann um ein äußerlich wildfarbenes Männchen, welches spalterbig in Lutino ist. Das wildfarbige Allel ist beim Männchen dominant, und demnach das mutierte Allel rezessiv. Beim Weibchen genügt es allerdings, wenn das Gen auf dem X-Chromosom verändert ist, um eine farbliche Veränderung des Erscheinungsbildes in Richtung Lutino auszulösen, weil kein benachbartes Allel auf dem Y-Chromosom existiert. Männliche Vögel können also spalterbig in Lutino sein, weibliche Vögel nicht.

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Albino Gouldamadinen haben Nachwuchs

Unsere Albino Gouldamadinen haben ihren ersten Nachwuchs in diesem Jahr bekommen. Auf dem Foto sieht man Jungvögel im Alter von einer Woche.

Diese noch relativ neue Mutation trat vor gut zehn Jahren das erste Mal in Europa (Belgien) auf. Damals war es aufgrund des Seltenheitswertes nicht möglich überhaupt an Nachzuchten dieser Vögel zu kommen. Charakteristisch für diesen Farbschlag sind die roten Augen. Das Federkleid ist fast durchgehend weiß. Kopf- und Brustfarbe setzen sich am auffälligsten von Rücken- und Bauchgefieder ab. Alle übrigen Zeichnungsmerkmale der wildfarbenen Gouldamadine sind in sehr abgeschächter Form vorhanden. Diese Mutation kommt in allen drei Kopffarben vor. Die Brustfarbe ist immer schneeweiß wie bei den weißbrüstigen Vögeln.

Zur Festigung einer neuen Mutation bedarf es eines Zeitraums von ungefähr fünfzehn Jahren. Während dieser Zeit ist das Augenmerk auf eine Ausweitung des Genpools zu legen, um die neue Farbe überhaupt zu erhalten. Wir beschäftigen uns seit einigen Jahren mit den Albinos und sind bemüht einen eigenen Stamm aufzubauen.

Auf dem Foto links sieht man Jungvögel im Alter von drei Wochen. Gut zu erkennen sind die roten Augen.

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