Lutino Gouldamadinen ausgeflogen

Auch bei unseren Lutino Gouldamadinen hat es mit der Nachzucht in 2014 bereits geklappt. Unser zuverlässiges Männchen links im Bild hat wieder vorbildlich seine Jungen gefüttert und aufgezogen.

Die Lutinos haben wir jetzt schon im vierten Jahr in unserem Bestand und kommen dem eigenen Lutino-Zuchtstamm wieder ein Stück näher.

Auf den folgenden Fotos sieht man die Jungvögel in verschiedenen Entwicklungsstufen bis zum Verlassen des Nestes.

Lutino-Gouldamadinen (zumindest die von uns gehaltene Form) vererben geschlechtsgebunden rezessiv. Diese Art der Vererbung findet auf den Geschlechtschromosomen statt. Das Chromosomenpaar des Männchens besteht aus zwei gleichen Chromosomen: Den beiden X-Chromosomen. Das Chromosomenpaar des Weibchens besteht aus zwei ungleichen Chromosomen: Dem X- und dem Y-Chromosom. Ist nun beim Männchen nur ein Allel der benachbarten Gene eines Chromosomenpaares mit Lutino belegt, ist eine farbliche Veränderung nicht zu erkennen. Es handelt sich dann um ein äußerlich wildfarbenes Männchen, welches spalterbig in Lutino ist. Das wildfarbige Allel ist beim Männchen dominant, und demnach das mutierte Allel rezessiv. Beim Weibchen genügt es allerdings, wenn das Gen auf dem X-Chromosom verändert ist, um eine farbliche Veränderung des Erscheinungsbildes in Richtung Lutino auszulösen, weil kein benachbartes Allel auf dem Y-Chromosom existiert. Männliche Vögel können also spalterbig in Lutino sein, weibliche Vögel nicht.