Vererbung der Brustfarben bei Gouldamadinen

Die Gouldamadine kommt in drei Brustfarben vor, deren Vererbungsregeln nachgewiesen wurden. Es handelt sich dabei um die violett- oder lilabrüstige Form wie wir sie vom Wildtyp her kennen, sowie um die rosabrüstige und weißbrüstige Form.

Das Gen, welches die Brustfarbe bestimmt, ist unabhängig vom Geschlecht der Vögel. Es verhält sich bei Männchen und Weibchen gleichermaßen, was die Sache hinsichtlich der Vererbung vereinfacht. Die Darstellung zeigt die rotköpfige Gouldamadine. In den anderen Kopffarben verhält sich die Vererbung der Brustfarbe gleich.

Die lilabrüstige Gouldamadine

Lilabrust (Lb) vererbt autosomal dominant. Gouldamadinen können ein- oder zweifaktorig in Lilabrust sein.

1,0 Rotkopf

1,0 Lilabrust

0,1 Rotkopf

0,1 Lilabrust

 

 

 

 

 

 

Die rosabrüstige Gouldamadine

Rosabrust (Rb) vererbt autosomal, und zwar rezessiv gegenüber Lilabrust und dominant gegenüber Weißbrust. Gouldamadinen können ein- und zweifaktorig in Rosabrust sein.

1,0 Rosabrust

1,0 Rosabrust

0,1 Rosabrust

0,1 Rosabrust

 

 

 

 

 

 

Die weißbrüstige Gouldamadine

Weißbrust (Wb) vererbt autosomal rezessiv gegenüber Lila- und Weißbrust. Gouldamadinen können ein- und zweifaktorig in Weißbrust sein.

1,0 Weißbrust

1,0 Weißbrust

0,1 Weißbrust

0,1 Weißbrust

 

 

 

 

 

 

Daraus ergeben sich folgende 6 Genotypen jeweils bei Männchen und Weibchen bezogen auf die Brustfarbe:

Lb Lb – Lilabrust reinerbig: Lb
Lb Rb – Lilabrust spalterbig in Rosabrust: Lb/Rb
Lb Wb – Lilabrust spalterbig in Weißbrust: Lb/Wb
Rb Rb – Rosabrust reinerbig: Rb
Rb Wb – Rosabrust spalterbig in Weißbrust: Rb/Wb
Wb Wb – Weißbrust reinerbig: Wb

Aufgrund des vorhandenen Farbspektrums, welches in jeder einzelnen Brustfarbe existiert, ist eine Zuordnung nicht in jedem Fall einfach und benötigt daher eine gewisse Erfahrung.

Kombinationen bei der Vererbung von Brustfarben

Mit diesen 6 Genotypen sind insgesamt 21 verschiedene Verpaarungskombinationen möglich bezogen auf die Brustfarbe.

In der folgenden Aufstellung sind diese Verpaarungsmöglichkeiten im Detail dargestellt.

Nr. Genotyp 1 Genotyp 2 Genotypen der Nachzucht
1 Lb Lb 100% Lb
2 Lb Lb/Rb 50% Lb
50% Lb/Rb
3 Lb Lb/Wb 50% Lb
50% Lb/Wb
4 Lb Rb 100% Lb/Rb
5 Lb Rb/Wb 50% Lb/Rb
50% Lb/Wb
6 Lb Wb 100% Lb/Wb
7 Lb/Rb Lb/Rb 25% Lb
50% Lb/Rb
25% Rb
8 Lb/Rb Lb/Wb 25% Lb
25% Lb/Rb
25% Lb/Wb
25% Rb/Wb
9 Lb/Rb Rb 50% Lb/Rb
50% Rb
10 Lb/Rb Rb/Wb 25% Lb/Rb
25% Lb/Wb
25% Rb
25% Rb/Wb
11 Lb/Rb Wb 50% Lb/Wb
50% Rb/Wb
12 Lb/Wb Lb/Wb 25% Lb
50% Lb/Wb
25% Wb
13 Lb/Wb Rb 50% Lb/Rb
50% Rb/Wb
14 Lb/Wb Rb/Wb 25% Lb/Rb
25% Lb/Wb
25% Rb/Wb
25% Wb
15 Lb/Wb Wb 50% Lb/Wb
50% Wb
16 Rb Rb 100% Rb
17 Rb Rb/Wb 50% Rb
50% Rb/Wb
18 Rb Wb 100% Rb/Wb
19 Rb/Wb Rb/Wb 25% Rb
50% Rb/Wb
25% Wb
20 Rb/Wb Wb 50% Rb/Wb
50% Wb
21 Wb Wb 100% Wb